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Architektur - Frankfurt am Main:Initiative kämpft gegen Abriss der Städtischen Bühnen

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Eine Initiative kämpft für den Erhalt der Frankfurter Städtischen Bühnen. Mit einer Petition wollen die Unterzeichner den vom Stadtparlament beschlossenen Komplettabriss des gemeinsamen Gebäudes von Theater und Oper am Willy-Brandt-Platz doch noch verhindern. Das Schreiben, das am Montag in Frankfurt vorgestellt wurde, wendet sich an Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), zwei Dezernenten und den Magistrat.

Zu den Initiatoren gehört der Professor für Architekturtheorie der Universität Kassel, Philipp Oswalt. Zwei Gutachten hatten ergeben, dass eine Sanierung des Gebäudes teurer würde als die Städtischen Bühnen neu zu bauen. Die Autoren der Petition sprechen von "einem mangelhaften Verfahren, dessen Ergebnis weder plausibel noch überzeugend ist."

Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zeuge von "Geschichtsvergessenheit", heißt es in der Petition. "Sie entspricht einer Baupolitik, die identitätsstiftende Bauten der Stadtgeschichte auslöscht". Bei dem Doppelgebäude von ABB Architekten aus dem Jahr 1963 handle es sich um "einen der wichtigsten Nachkriegsbauten der Stadt". "Der Theaterbau hat in Frankfurt Stadtgeschichte geschrieben und Identität gestiftet."

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