Zeitungskolumnen in Buchform waren früher für Verlage ein recht einfaches Geschäft; die Texte waren ja schon da. Seit der Erfindung des digitalisierten Archivs sind sie eher selten geworden, weil die Texte ja immer schon überall sind und die Fans einer Kolumne den Eindruck haben, sie könnten sie sowieso jederzeit abrufen. Macht man aber nicht. Deswegen gibt es gelegentlich immer noch Kolumnenbücher, und im Idealfall können die etwas, was sich nur aus der Schnelllebigkeit von Zeitungen ergibt: Sie lösen im Kopf das innere Tagebuch aus, das man damals, als diese Texte erstmals erschienen sind, leider nicht geführt hat.
LiteraturNeues aus der Sandkastenleistungsgesellschaft
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Ich, die Journalistin Antonia Baum oder eine Kunstfigur? Die Autorin arbeitet bei der Wochenzeitung „Die Zeit“ und schreibt in ihren Kolumnen mit mehreren Stimmen.
IMAGO/IPONDie Kolumnen der Schriftstellerin Antonia Baum erscheinen als Buch, und in der Sammlung erinnert „Mein Leben als Frau“ an Dringendes aus der jüngsten Vergangenheit, was wir gerade verdrängt hatten.
Von Susan Vahabzadeh
