Maßnahmen gegen Antisemitismus:Heucheln? Handeln!

Maßnahmen gegen Antisemitismus: Polizisten bei der Razzia in der "Blauen Moschee" in Hamburg, ein Außenposten des Teheraner Regimes und lange Zeit ein Versäumnis der Bundesregierung.

Polizisten bei der Razzia in der "Blauen Moschee" in Hamburg, ein Außenposten des Teheraner Regimes und lange Zeit ein Versäumnis der Bundesregierung.

(Foto: IMAGO/Blaulicht News)

Juden trauen sich nicht, Kippa zu tragen, denn sie leben gefährlich. In Deutschland wurde leider zu lange schön geredet und wenig getan. Dabei gibt es klare Gesetze.

Von Georg Mascolo

Nach einem Tag, an dem der Staat mit Durchsuchungen und Beschlagnahmen besondere Entschlossenheit im Kampf gegen den Antisemitismus vorführte, lohnt es sich, diese Frage zu stellen: Wie kann es eigentlich sein, dass Jüdinnen und Juden in diesem Land nicht in Sicherheit leben können, sich nicht trauen, in der Öffentlichkeit eine Kippa zu tragen, das Trikot des jüdischen Turn- und Sportverbandes oder ihre Kinder in den vergangenen Wochen in die Schule zu schicken? Wie kann es sein, dass ihre Angst nie verschwunden ist und dieser unerträgliche Zustand nun auch schon seit den späten 50er-Jahren anhält? Damals diskutierten sie in den jüdischen Gemeinden, ob die gerade begonnene Rückkehr nach Deutschland angesichts von massenhaften Schmierereien an Synagogen und jüdischen Friedhöfen nicht doch ein schlimmer Fehler gewesen sei. Zu wenig ist seither besser geworden. Zu viel ist schlimmer geworden, vor allem seit den Massakern der Hamas am 7. Oktober.

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