bedeckt München 24°
vgwortpixel

Antisemitismus im Hip-Hop:Das ist Kunst, du Opfer

Boss-Aura, Boss-Transformation, Vorbehalte gegen die Rothschilds, aber solange es Geld macht, ist es schon irgendwie gut: Farid Bang, Kollegah und Bushido (v. l. n. rechts). Collage: Christian Tönsmann; Fotos: BMG, Imago

Der neue Antisemitismus in Deutschland ist jetzt auch multikulti. Wie Judenfeindlichkeit durch Kollegah, Bushido und andere Rapper massiv die Schulhöfe erobert.

Zu Hause möchte Adam Armoush keinen Besucher empfangen, also hat er eine Parkbank vorgeschlagen auf dem belebten Helmholtzplatz in Prenzlauer Berg. Er trägt eine kurze Hose, Flip-Flops, das Handy hat er auf lautlos gestellt, es sind zu viele Anrufe. Die Polizeibeamtin, die ihn betreut, hat sich schon gewundert, dass sie ihn nicht erwischt. Seit drei Jahren lebt der 21-jährige Israeli in Deutschland, erst seit einem Monat in Berlin. Deutsch hat er in Rostock gelernt, Tiermedizin hat er in Hannover studiert, aber Hannover war nichts für ihn. Jetzt lebt er in der Stadt, in der Tausende Israelis leben. Berlin. Mit zwei Nebenjobs finanziert er sein Studium, aber an Arbeiten ist gerade nicht zu denken.

SZPlus
SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Zwei Jahre "Me Too"
Verstehen wir uns noch?
Teaser image
SPD
Der härteste Job
Teaser image
Tinnitus
"Der Arzt sagte, damit müsse ich jetzt leben"
Teaser image
US-Psychologe im Interview
"Bei Liebeskummer ist Hoffnung nicht hilfreich"
Teaser image
Baufinanzierung
Schuldenrisiko Eigenheim