Ein paar Meldungen aus den vergangenen Wochen: Im Berliner Viertel Prenzlauer Berg werden ein Hakenkreuz und eine antisemitische Morddrohung („Kill all Jews“) an eine Hauswand gesprüht. In der Münchner Maxvorstadt zerstört ein professionell ausgeführter Sprengstoffanschlag auf das jüdische Restaurant „Eclipse“ mehrere Schaufensterscheiben. In Thüringen versuchte eine ominöse Gruppe namens „Kufiyas in Buchenwald“, den 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald für antiisraelische Propaganda und eine Relativierung des Holocaust zu missbrauchen. In Frankfurt beendet ein Kino die Kooperation mit den Jüdischen Filmtagen, unklar bleibt, ob aus wirtschaftlichen Gründen oder wegen Sicherheitsbedenken. Frühere Veranstaltungen der Jüdischen Gemeinde in diesem Kino mussten unter Polizeischutz stattfinden.
DebatteDas Wort dafür heißt Feigheit
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Anschläge, Morddrohungen, Absagen von Veranstaltungen: Gewöhnen wir uns daran, dass der Antisemitismus jüdisches Leben in Deutschland gefährdet?
Essay von Peter Laudenbach
