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Antisemitismusvorwürfe gegen Achille Mbembe:"Ich respektiere die deutschen Tabus"

Geschwister-Scholl-Preis an Achille Mbembe

Als intellektueller Star des afrikanischen Kontinents war Achille Mbembe bis vor ein paar Wochen ein gern gesehener Gast in Deutschland.

(Foto: David Harrison/dpa)

Im Zentrum der aktuellen Antisemitismus-Debatte steht ein Mann, der gar kein Deutscher ist: Der afrikanische Historiker Achille Mbembe. Über das Problem einer veralteten Erinnerungskultur.

Gegner der Corona-Einschränkungen protestieren mit Bildern von Anne Frank (Darmstadt) und warnen vor einer Gesundheitsdiktatur im Sinne von "Dr. Mengele" (München). Die Schuld am Virus geben sie neben Bill Gates vor allem George Soros oder, einfacher, "den Juden". Die Wut aus dem Netz hat die Straße erreicht und dass sie sich im Wahlverhalten niederschlagen wird, liegt auf der Hand. Bereits im vergangenen Jahr ist die Zahl der antisemitischen Straftaten um 13 Prozent gestiegen, darunter war der Anschlag auf die Synagoge in Halle. Antisemiten finden sich in deutschen Parlamenten, antisemitische Witze in der deutschen Comedy.

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