Wer sechs Stunden am Stück in diesem Spiel verbringt, erhält von seinem treuen Diener Ben-Baalion den zarten Hinweis, dass auch das echte Rom nicht an einem Tag erbaut wurde. Ob man nicht mal eine Pause brauche? Nach acht Stunden wird der kahlköpfige Sklave noch etwas deutlicher: Okay, du baust dir hier eine tolle Stadt auf, das ist wunderbar, aber willst du nicht wieder einmal im echten Leben durch eine Stadt spazieren? Und nach zehn Stunden ununterbrochenen Spielens muss man sich von Ben-Baalion die Frage gefallen lassen, wann man eigentlich zuletzt ein Badehaus besucht hat.
ComputerspieleSie haben uns ein Denkmal gebaut
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Die Deutschen lieben Spiele, in denen Städte errichtet, Imperien vergrößert und Völker verwaltet werden. Da kommt das neue „Anno 117: Pax Romana“ gerade recht.
Von Wolfgang Luef
