Anne Teresa De Keersmaeker bei der RuhrtriennaleGar nicht giftig

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„Y“ von Anne Teresa De Keersmaeker im Museum Folkwang Essen: Die Tänzerinnen Nina Godderis und Synne Elve Enoksen vor der Skulptur „Mensch (Kain und Abel)“ von Rudolf Belling.
„Y“ von Anne Teresa De Keersmaeker im Museum Folkwang Essen: Die Tänzerinnen Nina Godderis und Synne Elve Enoksen vor der Skulptur „Mensch (Kain und Abel)“ von Rudolf Belling. Katja Illner /Ruhrtriennale; VG Bild-Kunst, Bonn 2024

Die für toxische Arbeitsbedingungen kritisierte Anne Teresa De Keersmaeker lässt in „Y“ Mitglieder ihrer Compagnie vor Werken im Museum Folkwang tanzen. Voller Empathie.

Von Dorion Weickmann

Einsatz am Berliner Hauptbahnhof, morgens um halb sieben: Die Polizei hat ein Dutzend Rechtsradikale festgesetzt, Altersklasse bis Mitte 20. „Deutsche Jugend“ steht auf den T-Shirts, schwarze Sonnenbrillen blitzen im Sonnenlicht. Dann rollt der Zug Richtung Essen ein. Die Szene gerät aus dem Blick und in Vergessenheit. Bis man sechs Stunden später im Museum Folkwang auf die Choreografin Anne Teresa De Keersmaeker trifft. Die Ruhrtriennale hat sie beauftragt, eine Ausstellung nach eigenem Gutdünken zu bestücken: als Kulisse für zwei Männer und zwei Frauen – den Auftritt eines internationalen Quartetts aus den Reihen ihres Brüsseler Ensembles Rosas. Die vier Künstler sind so jung wie die Germanophilen, die – frustriert, impf- und lockdownmüde – in der Pandemie nach rechts außen abdrifteten.

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