Aktivistische KunstSubtil ist das nicht

Lesezeit: 5 Min.

Das Potsdamer Fluxus-Museum zeigt in seiner Ausstellung „Comune – Das Paradox der Ähnlichkeit im Nahostkonflikt“ ein Gemälde, auf dem das Holocaustopfer Anne Frank mit Kufija gezeigt wird.
Das Potsdamer Fluxus-Museum zeigt in seiner Ausstellung „Comune – Das Paradox der Ähnlichkeit im Nahostkonflikt“ ein Gemälde, auf dem das Holocaustopfer Anne Frank mit Kufija gezeigt wird. (Foto: Michael Bahlo/dpa)

Anne Frank mit Kufija? Juristisch mögen die Werke von Pro-Palästina-Aktivisten die Grenzen der Kunstfreiheit nicht immer überschreiten – die des guten Geschmacks überschreiten sie systematisch.

Gastbeitrag von Alexander Estis und Jana Talke

Anne Frank mit Palästinensertuch, ausgestellt im Fluxus+ in Potsdam: Ist das solidarisierend und universalistisch, weil es, wie der Künstler Costantino Ciervo behauptet, zugleich für das Leid der Juden wie für das der Palästinenser stehe? Oder ist das relativierend und polemisch, weil es gleichsetzt, was zu diesem Leid geführt hat? Ist das hässlicher Antisemitismus, weil Israel dadurch in die Rolle Nazideutschlands rückt? Oder ist das mustergültiger Aktivismus, weil er auf Kriegsverbrechen aufmerksam macht? Würdigt es heutige Opfer oder verletzt es die Würde des Andenkens? Ist das tagespolitische Propaganda? Oder die Zeit transzendierende Kunst?

Zur SZ-Startseite

MeinungAntisemitismus
:Ich, Antisemit? Ich sorge mich nur ums Klima!

SZ PlusEin Gastbeitrag von Eva Illouz

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: