Debatte um "The Betrayal of Anne Frank":"Einer der wirkungsvollsten Antisemitismus-Booster"

Lesezeit: 4 min

Debatte um "The Betrayal of Anne Frank": Anne Franks Reisepass und Seiten ihres Tagebuchs.

Anne Franks Reisepass und Seiten ihres Tagebuchs.

(Foto: DESK/AFP)

Im März erscheint ein Buch, das behauptet, Anne Frank sei von einem Juden verraten worden. Experte Yves Kugelmann hält die Theorie für einen fulminanten Verschwörungsmythos - und für brandgefährlich.

Von Nils Minkmar

Vor einigen Wochen begann es mit Berichten in der CBS-Magazinsendung "60 Minutes" und mit Artikeln in der britischen Daily Mail: Wieder einmal wurden große Neuigkeiten zum Schicksal der Anne Frank angekündigt. Ein internationales Forscherteam habe herausgefunden, wer die Familie seinerzeit an die Deutschen verraten habe: ein jüdischer Notar, einstiges Mitglied des Judenrats von Amsterdam. Und dazu gebe es bald ein Buch. Doch das beworbene Werk, das unter dem Titel "Der Verrat an Anne Frank" im März auch auf Deutsch erscheinen soll, enttäuschte: Alle Experten widersprachen einhellig Methode und Schlussfolgerung. Dennoch machte die Sache weltweit Schlagzeilen. Wir sprachen darüber mit Yves Kugelmann, Sprecher und Stiftungsratsmitglied des in Basel angesiedelten Anne-Frank-Fonds.

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