Friedenspreis des Deutschen Buchhandels:Rüstet euch

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Sie erhält den Friedenspreis des deutschen Buchhandels: Anne Applebaum. (Foto: Anne Applebaum/Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V./dpa)

Anne Applebaum erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Ein Porträt der amerikanisch-polnischen Historikerin.

Von Sonja Zekri

Anders als man denken könnte, werden mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels nicht unbedingt Pazifisten ausgezeichnet. Der ukrainische Schriftsteller Serhij Zhadan, der ihn vor zwei Jahren bekam, ist vor einigen Monaten in die ukrainische Armee eingetreten. Anne Applebaum, amerikanisch-polnische Historikerin und, wie am Dienstag bekannt wurde, diesjährige Preisträgerin, ist nicht nur eine der wortmächtigsten Befürworterinnen von mehr US-Engagement in der Ukraine. Bekannt, für manche auch: berüchtigt, ist ihr mindestens ebenso entschlossenes Eintreten für den Irak-Krieg. Nach dem Auftritt von US-Außenminister Colin Powell vor dem UN-Sicherheitsrat sei es „schwer vorstellbar, wie jemand noch Zweifel daran haben kann, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitzt“, schrieb sie in einem Leitartikel für die Washington Post, deren Herausgebergremium sie damals angehörte.

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