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In Anish Kapoors Arbeit „Double S-Curve“ aus dem Jahr 2019 fließen die Reflexionen des Raumes und des Betrachters ineinander.
In Anish Kapoors Arbeit „Double S-Curve“ aus dem Jahr 2019 fließen die Reflexionen des Raumes und des Betrachters ineinander. Dejan Saric, VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Dem indisch-britischen Künstler Anish Kapoor kann es meist nicht groß und glänzend genug sein. Seine Schau im Duisburger Lehmbruck-Museum zeigt nun: Er ist auch im Dunklen stark.

Von Alexander Menden

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Anish Kapoors größtes Interesse galt von jeher der Farbe. Das mag jene überraschen, die mit dem indisch-britischen Künstler vor allem seine riesige Spiegelplastik „Cloud Gate“ in Chicago verbinden. Doch lange bevor Kapoor in den Neunzigerjahren begann, in hochglanzpoliertem Stahl zu arbeiten, schuf er seine mit Pigmentpulver überzogenen Figuren. Eine solche frühe Arbeit ist „Mother as a Mountain“ aus dem Jahr 1985, ein schwarz pigmentierter Hügel, in dem vorn eine Öffnung klafft. Wenn man sie jetzt im Duisburger Lehmbruck-Museum betrachtet, muss man mehrmals hinschauen, um diese Form optisch zu entziffern.

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