Es ist ein stilles, märchenhaftes Bild, ein langer Güterzug bahnt sich seinen Weg durch eine schneebedeckte weite Ebene, Flocken wirbeln durch die Luft, nur die dichten schwarzen Rauchwolken, die die Lok ausstößt, haben etwas Aggressives, ein wenig Bedrohliches. Immer wieder ist die arme Frau an die Strecke gekommen und hat die Götter des Zuges angefleht, ihr eins der kostbaren Güter zukommen zu lassen, die er mit sich führt, vergebens. Die Magie der Eisenbahn, die Schönheit ihrer unbeirrbaren Fahrt hat das Kino von Anfang an fasziniert, und die beiden großen Bewegungsmedien des 20. Jahrhunderts haben in zahlreichen Filmen fantastisch kollaboriert.
Animationsfilm „Das kostbarste aller Güter“ im KinoAbseits der Gleise
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Wie ein Kinderbuch aus alter Zeit – Szene aus „Das kostbarste aller Güter“.
StudiocanalDer französische Oscarpreisträger Michel Hazanavicius erzählt in seinem Animationsfilm „Das kostbarste aller Güter“ von der Rettung eines Kindes. Das ist märchenhaft – so lang er dem Thema Holocaust nicht zu nah kommt.
Von Fritz Göttler
