Nachruf auf Angelica DomröseBiografien wie ihre gibt es kaum noch

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Die Schauspielerin 2012 bei einem Besuch in Chemnitz.
Die Schauspielerin 2012 bei einem Besuch in Chemnitz. Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild

Im Westen nannte man Angelica Domröse später „die Bardot des Ostens“ – aber gerecht wurde man der Schauspielerin mit diesem Klischee nicht. Würdigung einer Frau, die in vielerlei Hinsicht eine Klasse für sich war.

Von Susanne Schneider

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Sie war preußisch, das trifft es wohl, preußisch im besten, vielleicht im altmodischen Sinn. Ein Beispiel: Angelica Domröse brauchte in den letzten Jahren ihres Lebens einen Rollator, mit ihm kam sie zwar von ihrer Wohnung in den Lift, jedoch nicht zur Haustür, denn der Aufzug endete im Hochparterre ihres Wohnhauses im herrschaftlichsten Teil Berlin-Charlottenburgs. Neun Stufen bis zur Tür; kein Problem für einen jungen Menschen, den Rollator zu stemmen. Doch Angelica Domröse war da schon über achtzig, dazu so klein und so zierlich. Und nun?

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