So machen Sie sich lächerlich:

Auf dem diplomatischen Parkett einen richtig schlechten Eindruck zu hinterlassen, ist keine große Kunst. Denn die Diplomaten, das zumindest haben wir in den vergangenen Tagen gelernt, sprechen eine ganz eigene Sprache. Wer die nicht beherrscht und einfach redet, weiß vielleicht gar nicht, was der Diplomat auf dem Platz gegenüber daraufhin in sein schwarzes Notizbüchlein kritzelt.

Sie zum Beispiel loben den selbstsicheren, maskulinen Reitstil des russischen Premierministers Wladimir Putin; der Kollege notiert sich eine Bemerkung - Pferde kommen darin keine vor. Dafür aber Putins italienischer Amtskollege.

Sie sprechen daraufhin über den Ministerpräsidenten Bayerns, Horst Seehofer, und äußern sich positiv über dessen Wissbegierde und Aufgeschlossenheit in Bezug auf ihm bisher unbekannte Themenfelder. Der Kollege notiert sich etwas darüber, dass Bayern im Allgemeinen und Seehofer im Besonderen von den großen Fragen dieser Welt keine Ahnung habe. Als Quelle zitiert er Sie.

Bild: AFP 2. Dezember 2010, 14:282010-12-02 14:28:36 © sueddeutsche.de/kar