Andrew Tate„Es war schwer auszuhalten“

Lesezeit: 8 Min.

„Als Mensch, als Frau erstarrt man in diesem Moment“: Die Journalistin Heidi Blake.
„Als Mensch, als Frau erstarrt man in diesem Moment“: Die Journalistin Heidi Blake.
AP, privat, Collage: Hofer

Über Monate recherchiert die Journalistin Heidi Blake die Verbrechen der Tate-Brüder, trifft sie in Bukarest. Kurz nachdem ihr Text erschienen ist, werden die Influencer verhaftet. Ein Gespräch über den Blick in den Abgrund.

Interview von Felix Stephan

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In den sozialen Medien haben sich die Brüder und ehemaligen Kickboxer Andrew und Tristan Tate ein Millionenpublikum aufgebaut, mit einem inhaltlichen Profil, in dem es vor allem um Frauenfeindlichkeit, Gewalt und schrillen Maskulinismus geht. Vergewaltigung gilt in dieser Welt als Naturrecht des Mannes, Frauen gelten als von Natur aus unterwürfig und zur Dienstfertigkeit geboren. Seit 2014 sollen die Tates außerdem als Zuhälter tätig sein und begonnen haben, in England junge Frauen zu Online-Pornografie zu zwingen. Als Vergewaltigungsvorwürfe laut wurden, flüchteten sie nach Rumänien und führten ihr Geschäft, so die Vorwürfe der rumänischen Staatsanwaltschaft, dort in industriellem Maßstab weiter. Von einem Anwesen in der Nähe von Bukarest aus sollen sie junge Frauen aus der ganzen Welt mit falschen Versprechen eingeladen und dann zur Online-Pornografie gezwungen haben.

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