Gabriel Faurés Oper „Pénélope“ erzählt das Ende von Homers „Odyssee“. Penelope, die treue Gattin, wartet seit 20 Jahren auf Odysseus’ Heimkehr, muss sich der Freier erwehren, die sie und damit die Königskrone haben wollen, hält sie mit Tricks hin (nachts trennt sie das Totenhemd für ihren Schwiegervater auf, an dem sie tagsüber webt; sollte es einmal vollendet sein, muss sie einen der Freier wählen). Dann kehrt Odysseus heim, zunächst als Bettler verkleidet – und tötet dann mit Hilfe seiner Hirten alle Freier. Die Sprech- und Musiktheaterregielegende Andrea Breth inszeniert die 1913 uraufgeführte, trotz ihrer sanglichen Schönheit hierzulande weitgehend unbekannte Oper als zweite Premiere der Münchner Opernfestspiele im Prinzregententheater.
Regisseurin Andrea Breth:„Es wird durchaus eine Herausforderung für das Publikum“
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Wie zeigt man auf der Bühne Warten? Ein Gespräch mit der Regielegende Andrea Breth, die an der Bayerischen Staatsoper Gabriel Faurés „Pénélope“ inszeniert: über die Dramatik des Undramatischen.
Interview von Egbert Tholl
