EM-Saxofonist:In den höchsten Tönen

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Der Saxofonist André Schnura auf einer Fanmeile. (Foto: instagram.com/stalaxysax)

Erst gefeuert, nun gefeiert: Der Saxofonist André Schnura ist der Star der EM-Fanmeilen. Bis vor Kurzem hatte er nicht so viel Glück.

Von Reinhard J. Brembeck

Wer in der Musik ein Star ist, verdient in der Regel gut. Auch André Schnura ist in den vergangenen Tagen zu einem Star geworden, konkret seit Beginn der Fußballeuropameisterschaft. Seither erleben die deutschen Fanmeilen den Dreißigjährigen, der mit seinem nicht wie üblich messingblechfarbenen, sondern schwarzen und mikrofonverstärkten Saxofon auf einem kleinen Podest tanzt, mit Sonnenbrille und im Deutschlandtrikot mit der Nummer neun, die einst Rudi Völler trug. Das Internet ist voll mit Videos von seinen Auftritten. Schnura, er nennt sich einen Hochzeits- und Eventsaxofonisten, spielt mitreißend Grönemeyer, Bourani und Bellini. Mehr Stimmung geht nicht. Die Fans rasten aus, tanzen und singen mit, im Netz übersteigt die Zahl seiner Anhänger längst eine halbe Million. Schnura, er stammt aus Haan bei Düsseldorf, ist ein ganz großer Entertainer. Neben seiner Musikshow wirkt der Fußball tatsächlich mal nur wie eine Nebensache, die weltweit zweitschönste. Die Nummer eins bleibt die Musik.

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