Alpha, gespielt von Mélissa Boros, ist 13 Jahre alt und lässt sich auf einer Hausparty ein Tattoo stechen: den Buchstaben A für ihren Vornamen. Ob sie damit einen Jungen beeindrucken oder nur sich selbst etwas beweisen will, ist nicht ganz klar. Unter normalen Umständen wäre das jedenfalls maximal eine Jugendsünde. Aber nicht hier, nicht in Julia Ducournaus Film, der ebenfalls „Alpha“ heißt und eine Mischung aus Fantasy, Horror und Psychodrama ist. Hier bringt die offene Wunde der Tätowierung ein überwunden geglaubtes Trauma einer ganzen Gesellschaft an die Oberfläche.
FilmWas kommt nach Sex mit einem Auto?
Lesezeit: 3 Min.

Alpha (Mélissa Boros) und ihr Onkel Amin (Tahar Rahim) leiden im Kinderzimmer.
Mandarin & Co./Kallouche Cinema/Frakas Prod./France 3/Plaion PicturesIn Julia Ducournaus Cannes-Gewinnerfilm „Titane“ wurde die Heldin schwanger von einem Cadillac. Im Nachfolger „Alpha“ liefert eine Epidemie den Horror.
Von Florian Kaindl
