Nymphomaniac (Außer Konkurrenz)

Dänemark, Deutschland, Frankreich, Belgien, Schweden 2013, 145 Min. Regie: Lars von Trier, Darsteller: Charlotte Gainsbourg, Stellan Skarsgård, Stacy Martin, Shia LaBeouf, Uma Thurman

Um was es geht:

In einer Gasse vor seinem Wohnhaus liest der alternde Junggeselle Seligman eine blutüberströmte junge Frau auf und nimmt sie mit zu sich. Dort erzählt ihm Joe aus ihrem Leben, das von der unstillbaren Sucht nach Sex geprägt ist. Noch nicht erwachsen, geht sie gemeinsam mit einer Freundin auf Sextour, verführt Männer in Wohnungen, Zugabteilen, Kneipen, Büros. Und findet in Jerôme, von dem sie ein Kind hat, eine Konstante in ihrem Dasein. Doch das Glück ist zerbrechlich.

Was den Film interessant machen könnte:

Nach Antichrist (2009) und Melancholia (2011) präsentiert Lars von Trier mit Nymphomaniac den Abschluss seines "Triptychons der Depression". Mit der Beichte einer geschundenen Frau reflektiert er über die Suche nach Sinn und Balance im Leben. Ein zweiteiliger filmischer Entwicklungsroman von Erregung und Verzweiflung, mit historischen und literarischen Bezügen von der Bibel bis zu Tausendundeiner Nacht, vom Dekameron bis zu Marquis de Sade. Bei der Berlinale ist nur der erste Teil dieses Récit initiatique zu sehen, in einer Welturaufführung des längeren Director's Cut.

6. Februar 2014, 11:382014-02-06 11:38:24 © SZ.de/pak/mkoh/leja