Reihe: "55 Voices for Democracy":Die schrumpfende Welt

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Reihe: "55 Voices for Democracy": Ein Büffel am Lamar River im Yellowstone-Nationalpark. Einst zogen Millionen der Tiere über den amerikanischen Kontinent.

Ein Büffel am Lamar River im Yellowstone-Nationalpark. Einst zogen Millionen der Tiere über den amerikanischen Kontinent.

(Foto: Go Nakamura/Reuters)

Mit der Biodiversität scheint auch unsere gesellschaftliche Vorstellungskraft immer kleiner zu werden. Ein Aufruf zu kühnem Denken und neuen Zukunftsvisionen.

Gastbeitrag von Alexandra Kleeman

"Ein Mann namens Hoodoo ging auf eine der letzten Büffeljagden im Cimarron-Land. Wochenlang durchstreifte er das Land und fand nichts ... [dann] kam er zu einem Trockensee inmitten der Prärie. Es war wie in einem Traum. Auf dem Wasser des saisonalen Sees tummelten sich Enten, Gänse und alle Arten von Zugvögeln. In der Nähe weideten Herden von Wildpferden. An den Ufern des Sees standen die Büffel so dicht an dicht, dass kaum das Gras zu sehen war. Dieses Bild von dem See, den Wasservögeln, den Ponys und den Büffeln brannte sich in sein Gedächtnis ein. Zeit seines Lebens hielt er es für das Schönste, was er je gesehen hatte. An diesem See machte er seinen, wie er es nannte, größten Abschuss. Innerhalb von zehn Tagen erledigte er mehr als achthundert Büffel. Er schoss so viel, dass sein Gewehr verschmutzte und ihm die Munition ausging. Hoodoo fuhr hinauf nach Granada, um Nachschub und Häutemesser zu holen. Als er zum See zurückkehrte, hatten andere seine Wagenspuren zurückverfolgt und alle Tiere getötet."

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