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Ai Weiwei:"Wenn ich könnte, ginge ich morgen zurück"

Proteste in Hongkong

Regierungskritische Demonstranten am 29. Dezember 2019. Auf der Flagge steht "Hong Kong Independence" (Unabhängigkeit für Hongkong).

(Foto: Lee Jin-Man/dpa)

Ai Weiwei über die Proteste in Hongkong, das Weltmachtstreben Chinas und die Frage, ob Künstler und Architekten mit der Regierung in Peking zusammenarbeiten sollten.

Interview von Judith Wittwer und Christof Münger

Für Ai Weiwei waren die Enthüllungen über das brutale Lagersystem in der Provinz Xinjiang keine Überraschung. Sein Vater, der Dichter und Regimekritiker Ai Qing, verbrachte dort 18 Jahre im Exil, er selbst deren 16. Heute lebt der chinesische Konzeptkünstler und Dissident mit seiner Familie in Cambridge. An eine Rückkehr in seine geliebte Heimat ist nicht zu denken. Hoffnungsvoller gibt er sich für Hongkong, obwohl die friedlichen Proteste für mehr Freiheit und Demokratie in den letzten Monaten eskalierten.

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