„Warum gibt es keine Demonstrationen gegen die AfD?“, fragte mich kürzlich ein israelischer Freund, der tief deprimiert und zornig ist über die Situation in seinem Land. Ich hätte, ein bisschen taktlos, zurückfragen können, was der eindrucksvolle Protest gegen die Netanjahu-Regierung ausgerichtet hat, der Hunderttausende Israelis monatelang auf die Straße gehen ließ, ehe das furchtbare Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 alles veränderte. Stattdessen habe ich gesagt: „Ich weiß es nicht. Aber es macht mich rasend, wie viele in unserem Land offenbar schon alle Hoffnung haben fahren lassen, dass wir das Schlimmste noch verhindern können.“
DebatteDie Lage ist zu brenzlig, um nicht gegen die AfD zu kämpfen
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Landeschef Ulrich Siegmund und AfD-Chefin Alice Weidel.
Collage: sted/SZ, Fotos: dpa, ReutersWarum kommt kein Verbotsverfahren zustande gegen diese „in Teilen gesichert rechtsextreme“ Partei? Und: Was soll „in Teilen“ überhaupt bedeuten, wenn das Spitzenpersonal selbst seine extremsten Protagonisten verteidigt? Drängende Fragen im Sommer 2026.
Gastbeitrag von Norbert Frei
