Was bedeutet der AfD-Wahlsieg für die Theater in Sachsen-Anhalt? Die Haltung des Leitungsteams am Theater Magdeburg ist eine Mischung aus Entschlossenheit und Sorge vor wachsendem Druck. Ihr ganzes Programm steht für das Gegenteil dessen, was sich die AfD für eine „patriotische“ Kultur wünscht: divers, weltoffen, politisch hellwach, aber nicht ideologisch. Damit war die Magdeburger Schauspiel-Direktion, die Regisseurin Clara Weyde, der Kostümbildner Clemens Leander und der Chefdramaturg Bastian Lomsché, zuletzt sehr erfolgreich. Im vergangenen Jahr wurde ihr Haus zum „Theater des Jahres“ gewählt und mit der offensiv queeren Inszenierung „Blutbuch“ zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Beim Zoomgespräch kurz vor Spielzeitbeginn haben Leander und Lomsché eine eindeutige Forderung: Sie verlangen die Solidarität des Staatsministers für Kultur und der westdeutschen Theater bei der Verteidigung der Kunstfreiheit gegen den rechten Kulturkampf.
Sachsen-Anhalt„Ich fürchte, dass sich jetzt etwas entladen könnte“
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Das Leitungsteam des Magdeburger Schauspiels (v.l.): Kostümbildner Clemens Leander, Chefdramaturg Bastian Lomsché und – beim SZ-Interview nicht dabei – die Regisseurin Clara Weyde.
Foto: Kerstin SchomburgWas droht der Kultur nach der Wahl in Sachsen-Anhalt? Ein Gespräch mit dem Leitungsteam des Theaters Magdeburg über den Kampf um Kunstfreiheit – und die Verantwortung, in der Kulturstaatsminister Weimer nun steht.
Interview von Peter Laudenbach
