Die AfD hat sich einmal mehr als Meisterin darin erwiesen, die Öffentlichkeit an der Nase herumzuführen. Erst kürzlich ging die Meldung um, die Partei habe sich auf der Klausurtagung ihrer Bundestagsfraktion neue Benimmregeln auferlegt. Ein neuer Verhaltenskodex solle das Image der Partei aufpolieren und dafür sorgen, dass ihre Abgeordneten der auch weltanschaulich stets beschworenen „Bürgerlichkeit“ entsprechen. Das wäre notwendig, denn tatsächlich gilt die AfD seit Beginn ihrer Parlamentskarriere als bar der bürgerlichen Tugenden und ausgesprochen verhaltensauffällig. Ganz in der Manier von NPD, DVU und Republikanern früher dient ihren Abgeordneten das Parlament hauptsächlich als Bühne, sind nicht die anderen Parlamentarier Adressaten ihrer Beiträge, sondern die Gefolgschaft draußen an den Bildschirmen.
PolitikEine Regierungskrise ganz im Sinne der AfD
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Für die Partei von Alice Weidel läuft alles nach Plan: Der Eklat um die abgesagte Richterwahl passt erschreckend gut zur kürzlich geleakten AfD-Strategie. Die zielt auf nichts Geringeres als die Zerstörung der Koalition ab.
Gastbeitrag von Volker Weiß
