SachbuchIst doch alles prima

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1928 kam es zum Prozess gegen den Architekten Adolf Loos. Doch die Sache verlief im Sande.
1928 kam es zum Prozess gegen den Architekten Adolf Loos. Doch die Sache verlief im Sande. Imago

Der Verlag Jung und Jung bringt ein Buch mit Bonmots des Wiener Architekten Adolf Loos heraus. Und erwähnt den Prozess gegen ihn wegen sexuellen Missbrauchs mit keinem Wort. Wie kann das sein?

Von Johanna Adorján

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Es gibt immer noch Herren, die wegen dieser oder jener Leistungen, die sie einmal erbracht haben, so hochgeschätzt werden, dass man über gewisse Verfehlungen hinwegsieht. Selbst wenn die Verfehlungen gut bewiesene sexuelle Übergriffe an Kindern gewesen sind. So wie bei Adolf Loos (1870 – 1933), dem bedeutenden Wiener Architekten und großen Ornamenthasser, der auch heute noch in allen Ehren gehalten wird, als wäre nichts gewesen. Als wäre nicht vor einigen Jahren publik geworden, dass er als sehr erwachsener Mann mehrere Mädchen im Alter von acht bis elf Jahren zu sich nach Hause lud, um sie dort in extrem pornografischen Posen zu zeichnen. Die Mädchen sagten auch noch handfestere Dinge gegen Adolf Loos bei dem Gerichtsprozess wegen „Schändung“ und „Verführung Minderjähriger zur Unzucht“ aus, zu dem es im Jahr 1928 gegen ihn kam, nachdem eine Frau Anzeige gegen Loos erstattet hatte. Sie hatte mitbekommen, dass ihn kleine Mädchen besuchten und er erwog, sie mit nach Frankreich zu nehmen, und das kam ihr komisch vor.

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