Doku über "Abba"-Stalker auf Prime:"Ich vermisse sie unendlich"

Lesezeit: 5 min

"ABBA" im Jahr 1974: Benny Andersson, Annafrid Lyngstad, Agnetha Fältskog und Björn Ulvaeus. (Foto: dpa)

Eine Doku auf Amazon Prime porträtiert den Stalker von "Abba"-Sängerin Agnetha Fältskog. Nun entbrennt ein großer Streit um den Film.

Von Alex Rühle

Ein achtjähriger Junge aus der niederländischen Provinz, dessen einziger Freund eine Wasserschildkröte ist, schaut 1974 mit seinen Eltern den Grand Prix. Plötzlich taucht diese blonde, blauäugige Frau auf dem Bildschirm auf, die mit drei anderen Musikern von einem metaphorischen Ort namens Waterloo singt: "I was defeated, you won the war." Englisch versteht der Junge nicht, aber es ist trotzdem um ihn geschehen: Gert van der Graaf verliebt sich in die Abba -Sängerin Agnetha Fältskog und hat seither nie mehr abgelassen von dieser Obsession. Heute ist er Ende fünfzig, arbeitet als Lagerarbeiter, wäscht sich allem Anschein nach nur selten die Haare und sagt im Gespräch mit einem Therapeuten: "Sie sagte mir damals, sie sei froh, das ich nie aufgehört habe, nach ihr zu suchen." Und dann mit einer Ruhe, die fast stolz wirkt: "Ich werde auch weiterhin niemals damit aufhören."

Zur SZ-Startseite

SZ Plus"Blood & Gold" bei Netflix
:Rührt euch

Suchen ein paar Nazis einen Goldschatz: Der deutsche Netflix-Film "Blood & Gold" wandert auf den Spuren von "Inglourious Basterds". Kann das gutgehen?

Von David Steinitz

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: