... das älteste Filmfestival der Welt, das noch immer an seinem Ursprungsort stattfindet. Wie sehr die Mostra mit der Lagunenstadt verbunden ist, zeigt sich auch am Hauptpreis, dem "Goldenen Löwen", der an das Stadtwappen der Serenissima angelehnt ist.

Im ersten Jahr ihrer Austragung waren die Venediger Filmfestspiele allerdings noch mehr eine "Ausstellung von Filmkust", die allein dazu diente, die sommerliche Touristensaison zu verlängern. Preise wurden damals beispielsweise noch nicht verliehen. Von 1934 bis 1942 führte das Festival dann doch Trophäen zur Ehrung ein - der Hauptpreis war allerdings zu dieser Zeit noch kein "Goldener Löwe", sondern zur Huldigung des italienischen Diktators Benito Mussolini der "Coppa Mussolini".

Der Zweite Weltkrieg durchbrach jäh die Tradition der Festspiele, und auch danach wurden sie unregelmäßig abgehalten. Erst seit 1979 findet wieder der jährliche Betrieb statt.

Unter den in der knapp achtzigjährigen Geschichte des Festivals gezeigten Filmen liefen Klassiker wie Clarence Browns "Anna Karenina", "Der Kaiser von Kalifornien" von und mit Luis Trenker und auch die Dokumentation "Olympia" von Leni Riefenstahl. Heute gehört das Festival zu den wichtigsten Filmfestspielen der Welt und ist Teil der Biennale von Venedig, die auch Musik, Theater und Architektur bietet.

Bild: dpa 31. August 2011, 14:302011-08-31 14:30:52 © sueddeutsche.de/kir/AFP/dpa/cris/pak