54.Grammy-Verleihung in Los Angeles 2012:Und immer wieder Adele

Sechs Nominierungen, sechs Preise: Die 23-jährige Adele ist die große Gewinnerin der Grammy-Verleihungen. Doch bei der pompösen Veranstaltung stand eine andere Soul-Diva im Mittelpunkt: die verstorbene Whitney Houston. Ein preisgekrönter Indiemusiker findet als einziger mahnende Worte.

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Sechs Nominierungen, sechs Preise: Die 23-jährige britische Sängerin Adele ist die große Gewinnerin der 54. Grammy-Verleihungen im Staples Center von Los Angeles. Doch die Auszeichnung im Staples Center stand im Zeichen einer anderen Soul-Diva: der verstorbenen sechsfachen Gewinnerin Whitney Houston.

Adele heißt die große Gewinnerin bei den 54. Grammys, die in der Nacht zum Montag in Los Angeles verliehen wurden. In sechs Kategorien war die britische Sängerin nominiert, mit sechs goldenen Grammophonen ging die 23-Jährige nach Hause. Darunter drei Preise in den wichtigsten Kategorien ...

Adele performs 'Rolling in the Deep' at the 54th annual Grammy Awards in Los Angeles

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... "Record Of The Year", "Album Of The Year" und "Song Of The Year". Seit 18 Wochen ist ihre Platte "21" auf Platz eins in den USA und war auch in Deutschland das erfolgreichste Album des vergangenen Jahres. Adele ist die erste britische Künstlerin, die innerhalb eines Jahres mit "21" drei Millionen Alben verkaufen konnte. Außerdem ist "21" ist das bislang meistverkaufte Album des 21. Jahrhunderts in Großbritannien.

Die gebürtige Londonerin gewann den wichtigsten Musikpreis der Welt außerdem in der Kategorie "Beste Sololeistung" für ihren Song "Someone Like You". Und auch in den Kategorien "bestes Popalbum" ("21") und "bestes Kurzvideo" ("Rolling In The Deep") konnte Adele die Jury überzeugen. "Rolling In The Deep" performte Adele dann auch im Staples Center von Los Angeles.

The 54th Annual GRAMMY Awards - Arrivals

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Ebenfalls Gewinner des Abends: die Foo Fighters. Die Band um Schlagzeuger Dave Grohl war wie Adele in sechs Kategorien nominiert und konnte am Ende des Abends fünf Grammys mit nach Hause nehmen. Nur in der Kategorie "Album Of The Year" musste sich die Alternative-Rock-Band geschlagen geben. Adele, klar.

Die Preise im Einzelnen: "Best Rock Performance" ("Walk"), "Best Hard Rock/Metal Performance" ("White Limo"), "Best Rock Song" ("Walk"), "Best Rock Album" ("Wasting Light") und "Best Long Form Music Video" ("Foo Fighters: Back And Forth").

Chris Brown

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Die erste Auszeichnung bei fünf Nominierungen gab es für Chris Brown. Der R'n'B-Sänger war schon 2007, 2008, 2009 und 2011 in einer oder mehreren Kategorien nominiert, konnte jedoch nie einen Preis gewinnen. Nun wurden er für seine Platte "F.A.M.E."  mit dem Preis in der Kategorie "Bestes R&B Album" ausgezeichnet.  Während der Verleihung präsentierte er seinen Song "I Can Only Imagine" auf dem Außengelände des Staples Center.

Eine weitere Auszeichnung im Bereich R'n'B ging an die britische Sängerin ...

British singer-songwriter Corrine Bailey Rae poses as she arrives at the 54th annual Grammy Awards in Los Angeles

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Corrine Bailey Rae. Ihre Coverversion von "Is This Love" war nach Ansicht der Jury die beste "R&B Performance" des vergangenen Jahres. Die in Leeds geborene Sängerin begann ihre Karriere 1995 als Mitglied der Independent-Band Helen. Anfang 2006 veröffentlichte sie ihr Debütalbum "Corinne Bailey Rae", mit dem sie auf Anhieb die Spitze der britischen Charts erreichte.

Eine der großen Überraschungen des Abends war die Auszeichnung für ...

Singer Bon Iver bites one of his two Grammy Awards in Los Angeles

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... die Indie-Folk-Band Bon Iver. Die Musiker um Justin Vernon, die schon mit ihrem ersten Album "For Emma, Forever Ago" für Aufsehen gesorgt hatten, das Vernon 2006 in drei langen Wintermonaten in einer eingeschneiten Jagdhütte im Norden Wisconsins aufnahm, konnten nun auch auf der großen Grammy-Bühne abräumen. Zwei Preise gab es für die Musiker und ihr aufwändig inszeniertes Indie-Orchester: "Best New Artist" und "Best Alternative Music Album".

Vernon hatte sich in Interviews immer wieder kritisch über die Grammys geäußert. In seiner Dankesrede mahnte er an, dass die Musik selbst im Vordergrund stehen müsste - und nicht die Auszeichnungen. 

Singer Tony Bennett holds his Grammy awards backstage in Los Angeles

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Während der Grammy-Verleihung wurde auch an die Soulsängerin Amy Winehouse erinnert, die im vergangenen Juli im Alter von 27 Jahren verstorben war. Winehouse wurde posthum für ihr Duett "Body and Soul" mit der Jazz-Ikone Tony Bennett ausgezeichnet. Bennett gewann außerdem den Preis in der Kategorie "Best Traditional Pop Vocal Album" ("Duets II").

Über allem stand jedoch der Tod einer der größten Pop-Diven aller Zeiten: ...

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... Whitney Houston. "Wir haben einen Todesfall in unserer Familie", hatte Gastgeber LL Cool J gleich zu Beginn der Preisverleihung gesagt: "Und der einzig richtige Weg, solch einen Abend zu beginnen, ist ein Gebet. Ein Gebet für jemanden, den wir lieben: unsere Schwester Whitney Houston."

Jennifer Hudson performs 'I Will Always Love You' as a tribute to the late Whitney Houston at the 54th annual Grammy Awards in Los Angeles

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Jennifer Hudson sang einen der größten Hits von Whitney Houston, "I Will Always Love You". Houston hatte selbst sechs Grammys gewonnen, die beiden letzten vor 13 Jahren. Sie war am Samstag in der Badewanne ihrer Hotelsuite in L.A. tot aufgefunden worden.

© Süddeutsche.de/rela/cag
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