FilmWo die Menschlichkeit untergeht

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Auf Netflix sind jetzt Bilder zu sehen, über die sich ein Land mit sich selbst zerstritten hat.
Auf Netflix sind jetzt Bilder zu sehen, über die sich ein Land mit sich selbst zerstritten hat. Netflix

Der Film „23 000 Leben“ ist inspiriert von einer wahren Geschichte: Eine Gruppe junger Menschen wollte 2016 mit der „Iuventa“ im Mittelmeer Flüchtende retten. Was sagt der echte Kapitän des Schiffs dazu?

Von Philipp Bovermann

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Ziemlich genau zehn Jahre ist es her, dass in Malta ein Schiff in Richtung Libyen auslief. Es hieß Iuventa, das lateinische Wort für Jugend. Ein blauer, umgebauter Fischkutter, 33 Meter lang, gekauft von einer privaten Organisation junger Menschen, um Flüchtende vor dem Ertrinken im Mittelmeer zu retten. Die italienischen Behörden beschlagnahmten das Schiff aber schon im Jahr darauf, in einer Augustnacht 2017, und klagten die Crew wegen angeblicher Beihilfe zur illegalen Einreise an. Seither liegt die Iuventa vor Anker im Hafen von Trapani und rostet vor sich hin.

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