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"1968" in den Münchner Kammerspielen:Auf Luftkissen gebaut

1968

Mit von der 68er-Partie: die Sopranistin Yuka Yanagihara.

(Foto: Julian Baumann)

Die Spaß-APO der Kunst: An den Münchner Kammerspielen beschäftigen sich junge Performer in 15-minütigen Kurzinszenierungen mit "1968". Das ist weniger ein Blick zurück als in die Welt. Zahnlos, aber teils auch amüsant.

Da stehen sie nun wie schüchterne Schulbuben, Thomas Hauser und Lukas Vögler, beide in Jeans und Rollkragenpulli, und erzählen was von 1968, das ihnen wohl so fern ist wie der Dreißigjährige Krieg. Sie erklären, dass ja heute alles genauso schlimm sei wie damals - und dass man eine neue APO bräuchte. Das episodische Programm "1968" mit sieben 15-minütigen Performances in den Münchner Kammerspielen basiert mithin auf einem Denkfehler. Auslöser der kaleidoskopischen Sause war, dass Peter Stein im Juli 1968 nach der Uraufführung des "Viet Nam Diskurs" von Peter Weiss den Kabarettisten Wolfgang Neuss bei den Zuschauern für den Vietcong sammeln ließ.

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