29,5 Millionen Euro für Klimt-Gemälde Spätes Erbe bringt Geldsegen

Das Gemälde "Litzlberg am Attersee" des Jugendstilmalers Gustav Klimt hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Die Wehrmacht raubte es 1938 der Jüdin Amalie Redlich, die später im KZ umkam. Dann hing das Bild jahrelang im Museum in Salzburg, erst dann erhielten es die rechtmäßigen Erben zurück. Nun haben sie es zu einem unerwartet hohen Preis versteigert.

Ein von den Nazis im Jahr 1938 gestohlenes Landschaftsbild des Wiener Malers Gustav Klimt ist in New York für 40,4 Millionen Dollar (29,5 Millionen Euro) versteigert worden. Es ist das bisher zweitteuerste Landschaftsbild des österreichischen Jugendstil-Malers und erzielte beim Auktionshaus Sotheby's eine bedeutend höhere Summe als die zuvor geschätzten 25 Millionen Dollar.

1938 von der Wehrmacht in Österreich gestohlen, am Mittwochabend für 29,5 Millionen Euro bei Sotheby's in New York versteigert: das Landschaftsgemälde "Litzlberg am Attersee" von Gustav Klimt.

(Foto: REUTERS)

Das 1915 entstandene Bild "Litzlberg am Attersee" hatte einst der österreichischen Jüdin Amalie Redlich gehört, die 1941 deportiert wurde und in einem Konzentrationslager starb. Viele Jahre hing das Bild im Salzburger Museum der Moderne, das das Bild aufgrund eines Gutachatens erst vor wenigen Jahren an Redlichs Enkelsohn und Alleinerben, den Kanadier Georges Jorisch, zurückgab.

Die Erben von Amalie Redlich wollen laut Sotheby's einen Teil des Geldes dem Salzburger Museum für einen Anbau schenken.

Im Februar hatte Jorisch bereits das Klimt-Gemälde "Kirche in Cassone" in London versteigern lassen. Das Bild erzielte einen Preis von 43,2 Millionen Dollar und ist damit weiterhin das teuerste bisher verkaufte Kunstwerk Gustav Klimts.