"Es tut gleichmäßig weh" vom 13. Januar:
Glückliche Geheilte
Seit über 60 Jahren habe ich die SZ abonniert, aber selten hat mir ein Artikel so aus der Seele gesprochen wie dieser. Da ich regelmäßig die Tagesschau sehe, entkomme ich den so günstig davor platzierten Werbesendungen nicht.
Es ist unglaublich, wie schnell sich die verschiedenen Wehwehchen angeblich beheben lassen, wenn man nur die richtige Medizin nimmt. Die glücklichen Gesichter der sofort Geheilten verschönern doch den ganzen Abend. Sieht man diese Werbung öfter, muss man nur aufpassen, dass es nicht plötzlich an einer Stelle zwickt, die man bisher noch nicht beachtet hatte. Aber zum Glück weiß man ja dann, was zu tun ist.
Marlen Bouska, Baldham
Nächste Herausforderung: Seriendialoge
Es tut wirklich sehr weh! Tausend Dank für diesen wunderbaren Text. You made my day. Und schreiben Sie bitte auch einmal über die unsäglichen Dialoge in den öffentlich-rechtlichen Serien und Fernsehspielen, die mit unserem Gebührengeld produziert werden ...
Marianne Nissen, Hamburg
Pünktlich einschalten
Was haben Sie uns mit Ihrem Artikel für eine Freude gemacht! Mit zunehmendem Alter und mehr Zeit spielen die Tageszeitung (in diesem Fall die SZ) sowie die Nachrichten (vorrangig Heute um 19 Uhr im ZDF und die Tagesschau um 20 Uhr) eine wesentliche Rolle. Die öffentlich-rechtlichen Programme bieten nach wie vor einen seriösen Überblick über das Tagesgeschehen und eine zuverlässige und gut strukturierte Präsentation. Aber bevor man in den Genuss dieser Abendprogramme kommt, wird man geflutet mit den von Ihnen dargestellten gesundheitlichen Problemen und den Ratschlägen zu deren Behebung. Es gibt nur ein Entrinnen: immer erst pünktlich zum Beginn der Nachrichten einschalten.
Wenn man das vergisst, ergießt sich sofort die Flut an Beschwerden und die Möglichkeiten zur "Wunderheilung". Alles sehr fragwürdig, aber ein gutes Zubrot - oder doch die Haupteinnahmequelle für den Apotheker und die Apothekerin? Seriöse Personen dieser Spezies weisen glücklicherweise bei Bedarf meist auf andere Produkte hin. Am besten ist es aber wohl doch, sich vom Arzt des Vertrauens behandeln zu lassen und seinen Rezepten zu vertrauen. Wir haben damit die besten Erfahrungen gemacht. Deshalb unser Appell, das Geld für all diese "Medikamente" zu sparen und sich dann einen erholsamen Urlaub davon zu gönnen.
Lisa und Stefan Kühn, Ebersberg
Marathonvorbereitung
Ich habe Tränen gelacht über den Artikel von Cornelius Pollmer. Wenn ich das Zeug alles einwerfen würde, das die Werbefilmchen in ARD und ZDF versprechen, dann hätte ich jedes Jahr den Einstein-Marathon in Ulm gewonnen.
Gerhard Deutschmann, Langenau
Was denken sich die Werbefuzzis?
Es hat mich sehr gefreut, endlich mal einen gelungenen und sehr witzigen Artikel über die unsägliche Werbung bei ARD und ZDF zu lesen. Ich möchte mit kurzen Sätzen bestätigen, warum ich jedes Mal umschalte, wenn es Werbung gibt.
Die Zielgruppen dieser Spots müssen in den Augen der Werbefuzzis recht debil und dämlich sein. Besonders die Werbung für Binden ist mir zuwider: Die Kamera fährt auf den Hintern der Frauen, die dann auch kräftig mit demselben zur Musik hin und her tänzeln, damit wir sehen, wie schön das Leben doch mit diesem Produkt sein kann. Dann sind es die Damen, die auf der Toilette sitzen, nachdem sie Dulcolax genommen haben. Ich muss nicht alle Widerlichkeiten aufzählen, von Binden bis Feuchtigkeitscreme für die Frau, damit sie endlich wieder Spaß an der Sexualität hat. Frauenfeindlich (Männer kommen auch nicht gut weg) bis ekelhaft.
Vor ein paar Jahren habe ich direkt ZDF und ARD angeschrieben, genau zu diesem Thema. Die lapidare Antwort war, dass sie keinen Einfluss hätten auf die Spots, also einzig und allein die Werbebranche dafür verantwortlich ist. Was bekommen wohl die Damen an Gage, die sich für diese Art von Werbung hergeben? Aber das ist dann ein anderes Thema.
Eleonore Herken, Göttingen
Amüsanter Blödsinn
In Axel Hackes neuem Buch geht es um die Frage, wie man Heiterkeit in sein ernstes Leben bringt. Und wie? Zum Beispiel, indem man diesen Artikel liest! Über den größten Blödsinn (der mich einige Nerven kostete, wenn ich nicht immer wegschauen und Ton abdrehen würde) kann man sich hier bestens amüsieren. Einfach köstlich!
Brigitte Wolf, München
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