Weitere Briefe:Sparmaßnahmen

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Viel Geld wird für das Personal der zukünftigen Ex-Kanzlerin ausgegeben. Auch beim Energieverbrauch muss dringend gespart werden.

Bundestagswahl historisch

Nach dem Ende ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin bekommt Angela Merkel neun Mitarbeiter (nicht im Bild).

(Foto: Jens Büttner/dpa)

Luxusausstattung für Merkel

Zu "Neun Angestellte für Altkanzlerin Merkel" vom 17. November: Im Windschatten der Corona-Katastrophe bleibt weitgehend unkommentiert, dass sich unsere als bescheiden geltende künftige Ex-Kanzlerin mit einer Entourage von neun Angestellten in den Ruhestand begibt. Dagegen ist die Verschwendung finanzieller Mittel für ständig neue Jacken - bei 43 habe ich zu zählen aufgehört - vielleicht noch als maßvoll anzusehen. Beabsichtigt Frau Merkel mit dieser personalen Ausstattung, wie weiland Benedikt, noch ein wenig in den Berliner Betrieb hineinzuregieren - als Schattenkanzleramt? Oder muss man nichts befürchten oder erhoffen vom weitgehend ruckfreien Geist der Raute? Angela Mehltau - dieser treffende Name hat sich leider nicht einmal im Sprachgebrauch der Kabarettisten durchsetzen können. Zumindest werden sich außenpolitisch, dass heißt, speziell in puncto einer dringend zu revidierenden Ostpolitik, unter der Ampelkoalition kaum wesentliche Veränderungen ergeben.

Dr. Bodo Bleinagel, München

Nur Einsparen ist nachhaltig

Zu "Vorübergehend grün" vom 23. November: Die einzig nachhaltige Energieversorgung besteht dann, wenn es ein Gleichgewicht zwischen erneuerbaren Energien und einem auf die Erzeugung dieser Energien abgestimmten Verbrauch gibt. Anstatt sich immer neue Anwendungsmöglichkeiten für elektrischen Strom zu überlegen, was zu einer ständigen Steigerung des weltweiten Stromverbrauchs führt, sollte man sich lieber überlegen, wie man Strom einspart und ob man sich neue Stromverbraucher überhaupt leisten kann. Vermutlich will es heute niemand zugeben, dass die momentane Entwicklung hin zu mehr Stromverbrauch eine energiepolitische Fehlentwicklung ist, die irgendwann offenkundig werden wird, wenn uns der Strom ausgeht oder das Stromnetz immer wieder zusammenbricht. Wie schön ist es dann, wenn ich meine Wohnung noch mit einem Schlüssel aufsperren kann, anstatt auf den elektronischen Türöffner mich verlassen zu müssen. Die Verheißung von sauberem Atomstrom wurde nie eingelöst, eher traten mit Tschernobyl und Fukushima die lange verdrängten Nebenwirkungen zutage. Wie schrecklich muss die Abhängigkeit von Strom sein, wenn man auf eine Technologie setzt, die ihre letzte Glaubwürdigkeit verspielt hat? Wie viel einfacher und befreiender ist es dann, Strom einfach konsequent einzusparen. Was nämlich nicht verbraucht wird, braucht vorher gar nicht erst erzeugt zu werden.

Erich Würth, München

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