Weitere Briefe Ende einer Legende

Hinweis

Leserbriefe sind in keinem Fall Meinungsäußerungen der Redaktion. Wir behalten uns vor, die Texte zu kürzen.

Außerdem behalten wir uns vor, Leserbriefe auch hier in der Digitalen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung und bei Süddeutsche.de zu veröffentlichen.

forum@sueddeutsche.de

Mit Dirk Nowitzki verlässt einer der ganz Großen die NBA: Ein Leser fragt, was vom Würzburger bleiben wird. Ein anderer kritisiert scharf, dass die Regierung noch immer Waffen in Kriegsgebiete verkauft.

Einer der Größten

Zu "Der Vorhang fällt" vom 12. April: Dass in Dirk Nowitzki eine globale Lichtgestalt die sportliche Bühne verlassen hat, steht außer Frage. Seine Bedeutung für die Entwicklung des deutschen und europäischen Basketballs ist unermesslich. Darüber hinaus ist er zweifellos menschlich immer ein Vorbild gewesen, akribisch auf die Sache fokussiert und unprätentiös zugleich. Um dies zu würdigen, muss man sich aber nicht, wie leider auch Jürgen Schmieder in mehreren Artikeln, der verbreiteten Neigung hingeben, der zu würdigenden Person etwas Gutes tun zu wollen, in dem andere ins Zwielicht gestellt werden. Dwayne Wade ist sicher der Selbstinszenierung nicht abgeneigt, welche indes kulturell in den USA auch deutlich verfestigter sein dürfte. Wie aber eine "Abschiedstournee" aussieht, ließ sich vor drei Jahren bei Kobe Bryant beobachten. Während die Lakers Bryants die letzte Saison als zweitschlechtestes Team der NBA beendeten, kämpften die Miami Heat bis zum vorletzten Spieltag um die Playoffs, auch weil Wade sich rollenmäßig untergeordnet und dafür bis zum Schluss alles gegeben hat. Nowitzki war einer der Größten, auch wenn andere nicht klein waren.

David Freudenberg, Freiburg

Wenig christlich

Zu "Rüstungsexporte: Union kritisiert SPD" vom 26. März: Offensichtlich sind der schreckliche Mord an Jamal Khashoggi, die Verstrickung des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und die weltweite Entrüstung darüber bei den beiden Unionsparteien schon in Vergessenheit geraten, denn sonst würden sie sich nicht so vehement für die Wiederaufnahme der Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien unter dem Vorwand der Gefährdung der gemeinsamen europäischen Sicherheitspolitik einsetzen. Haben sie jegliche moralische Skrupel unter dem "C" in ihrem Namen hinter sich gelassen, nachdem auch im Koalitionsvertrag festgeschrieben ist, dass keine Waffen mehr in Kriegsgebiete, wie jetzt nach Jemen, geliefert werden sollen?

Hans-Henning Koch, Berlin

Schwarze Wolke

Zu "Grüne: 2030 nur noch abgasfreie Autos" vom 8. April: Auf dem Weg in die Arbeit lese ich in der SZ von der Forderung der Grünen, Verbrennungsmotoren von 2030 an zu verbieten. Währenddessen sitze ich in einem Zug mit acht Doppelstockwagen, angetrieben vorne und hinten mit je einer alten Diesellok, jede mit zwei dicken Auspuffrohren, aus denen schwarzer Qualm kommt. Es gibt weder Strom aus einer Oberleitung, weil die Strecke nicht elektrifiziert ist, noch hat die Lok einen Rußpartikelfilter. Vielleicht sollte sich die Politik auch mal um das Näherliegende kümmern.

Andreas Freimüller, Markt Schwaben