Promi-Spinnen
Kirk, Spock und McCoy? Kennt man eher aus der Serie "Star Trek" als aus der Natur. Forschende aus Brasilien haben vor Kurzem drei neu entdeckte Spinnenarten so benannt. Spinnen sind die Namensstars unter den Tieren: Eine Riesenkrabbenspinne heißt Thunberga greta, eine andere Jotus karllagerfeldi. Klimaaktivistin und Designer mit acht Beinen? Auch Spinnenforscherinnen und -forscher sind halt Fans. Oft geht es dabei um Musik: Zum Beispiel Heteropoda udolindenberg, Abba transversa oder Heteropoda davidbowie.
Zungenbrecher-Krebse
Alle Lebewesen bekommen lateinische Namen. Das erste Wort bezeichnet die Gattung, das zweite die Art. So gerät nichts durcheinander, manchmal wird es trotzdem etwas gaga: Ein Flohkrebs etwa bekam mal den Namen Gammaracanthuskytodermogammarus loricatobaicalensis. Er wurde geändert, zu lang!
Regenbogen-Schnecke
Die Schnecke Craspedotropis gretathunbergae aus Borneo ist vom Klimawandel bedroht - und deshalb nach Greta Thunberg benannt. Auch die Schnecke Aegista diversifamilia trägt einen Appell im Namen. Er steht für die Vielfalt sexueller Orientierungen. Als sie benannt wurde, war die Ehe für alle in Taiwan gerade ein großes Thema. Hat geholfen: Mittlerweile darf dort jeder heiraten, wen er will.
Zocker-Affen
Satte 650 000 US-Dollar hat es gekostet, die Madidi-Springaffen in Callicebus aureipalatii umzubenennen. Das heißt soviel wie Goldpalast-Affen. Ein Casino mit diesem Namen hat die Namensrechte für die Affen mit dem goldfarbenen Fell bei einer Versteigerung erworben. Das Geld ging an den Nationalpark in Bolivien, wo sie leben.
Firmen-Bakterium
Okay, Bakterien sind keine Tiere. Aber die Namensgeschichte von Basfia succiniciproducens ist trotzdem spannend: Das Bakterium wurde nach einem großen Chemiekonzern benannt, der in den ersten vier Buchstaben steckt: BASF. Eigentlich zersetzt es Nahrung in Kuhmägen, produziert aber auch Bernsteinsäure. In der Chemieindustrie braucht man die zum Beispiel für die Herstellung von Farbstoffen, Weichmachern oder Lösungsmitteln.
Motten-Trump
Jedem Forscher ist selbst überlassen, wie er eine neue Art benennt. Nur nach sich selbst ist verpönt, viel zu eitel. Oft sollen mit dem ausgewählten Namen Menschen geehrt werden, aber manchmal ist es auch umgekehrt: Eine Motto heißt zum Beispiel Neopalpa donaldtrumpi nach Donald Trump, weil die Schuppen am Kopf des Tieres den Entdecker an die Frisur des ehemaligen US-Präsidenten erinnerten. Auch Popstar Beyoncé ist vielleicht nicht ganz glücklich darüber, dass mit Scaptia beyonceae ausgerechnet eine Pferdebremse mit auffälligem Hinterteil nach ihr benannt wurde.
