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SZ Werkstatt:Diskussionsformate

Redakteurin Sabrina Ebitsch über die digitale Weiterentwicklung der Werkstatt Demokratie.

Sabrina Ebitsch

Sabrina Ebitsch koordiniert digitale Projekte in der Entwicklungsredaktion der SZ, besonders gern arbeitet sie in der „Werkstatt Demokratie“, die 2021 ins vierte Jahr geht.

(Foto: Daniel Hofer)

Gerade jetzt sollten wir Einfluss darauf nehmen, wie die Gesellschaft nach Corona gestaltet wird. Umso wichtiger ist es, dass sich Projekte wie die "Werkstatt Demokratie" mit solchen Fragen beschäftigen. Aber immer wieder gibt es Phasen, in denen ich länger nichts davon lese. Warum ist das so, und wird es die Reihe auch künftig geben?

Burkhardt Engelke, Ahlen

Vielleicht ist es ein bisschen so wie mit Ihrer Küche und Ihrem Hobbykeller, also Ihrer Werkstatt. In ersterer sind Sie vermutlich täglich, in letzterem eher sporadisch, wenn es etwas zu basteln oder zu bauen gibt. Die SZ versucht täglich mit ihrer Berichterstattung, den Recherchen, Analysen und Kommentaren, einen Beitrag zum demokratischen Diskurs zu leisten. Und ab und an versucht sie, mit besonderen Projekten noch eins draufzulegen.

Bei der Werkstatt Demokratie gelingt das meist zweimal im Jahr, wie vor kurzem mit dem Themenschwerpunkt und den Diskussionen zum Thema "Wie geht gutes Regieren?" (Die Projektabschluss-Seite findet sich unter sz.de/werkstattregieren). Weil Koordination, Themenplanung, Recherche und Produktion in der Regel ins Alltagsgeschäft integriert werden - wir aber auch das Glück vieler für ihre Arbeit brennenden Kolleginnen und Kollegen haben, denen über das Alltagsgeschäft hinaus eine kluge These für einen Essay, eine Idee für ein digitales Storytelling oder ein Erklärvideo in der Werkstatt Demokratie einfällt. Jene, die Anmeldungen für die Diskussionsveranstaltungen managen, ein Konzept für die Workshops entwickeln und die auch am Wochenende moderieren. Und Kooperationspartner wie die Nemetschek Stiftung oder diesmal die Akademie für Politische Bildung, die uns unterstützen.

Der Einwand, der in Ihrer Frage mitschwingt, ist dennoch berechtigt. Deswegen soll die Werkstatt Demokratie im kommenden Jahr präsenter sein als bisher. Wir wollen das Projekt, das bei der Bundestagswahl 2017 seinen Anfang genommen hatte, auch und erst recht im Superwahljahr 2021 weiterführen - und weiterentwickeln. Wir haben durch die Pandemie Erfahrungen mit Video-Workshops gesammelt und werden künftig mehr digitale Diskussionsangebote machen, damit Menschen unabhängig vom Ort und möglicher Mobilitätseinschränkungen leichter teilnehmen können.

Wir haben erstmals Politiker in die Debatten geholt, damit Teilnehmende sie direkt mit Fragen und Ideen adressieren konnten - auch diesen Ansatz wollen wir weiter verfolgen, gerade mit Blick auf die Bundestagswahl im September. Auch hierzu soll es in der Werkstatt 2021 neue Mitmachangebote geben. Wir freuen uns, wenn Sie und viele weitere Leserinnen und Leser (wieder) dabei sind.

© SZ vom 18.12.2020 / sebi
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