SchlaumeiereiDarum machen Kühe Fladen

Von Helene Hahn

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Hunde machen Würste, Hasen kleine Köttel, Wombats Würfel - und Kühe eben Fladen. Meistens sind sie breiig, rund, grün bis braun und mit einer zünftigen Duftnote versehen. Aber warum fällt Kuhkacke so aus der Form? Haben die etwa ständig Dünnschiss? Quatsch: Vielleicht hast du schon einmal eine dösende Kuh gesehen, die mit halb geschlossenen Augen auf der Weide liegt und Kaubewegungen macht? Das nennt man Wiederkäuen. Dabei würgt die Kuh ihre Nahrung wieder hoch und kaut sie ein zweites Mal gründlich durch - übrig bleibt gut durchgespeichelter Brei, im Fladen kann man überhaupt nicht mehr sehen, was die Kuh eigentlich gegessen hat. Reichlich Wasser macht die Sache noch matschiger: Für die Milchproduktion benötigt die Kuh bis zu 80 Liter Wasser täglich. Ein Teil davon verflüssigt die Fladen noch mehr. Manche finden das eklig, vor allem wenn man aus Versehen in einen noch frischen reintritt. Für viele kleine Lebewesen aber sind Kuhfladen eine super Wohngemeinschaft: Würmer, Käfer, Schmetterlinge und Fliegen etwa finden dort Lebensraum, Brutstube und reichlich Futter auf einmal. Ein Fladen allein kann rund 1000 Insekten auf verschiedenen Etagen ein Zuhause bieten - manchmal sogar mit idyllischem Ausblick ins Grüne.

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