SchlaumeiereiDarum gibt es bei Smog oft die schönsten Sonnenuntergänge

Von Nina Himmer

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Ziemlich unromantisch, aber: Dreck lässt Abendrot strahlen. Sind Smog und Abgase also das Geheimnis spektakulärer Sonnenuntergänge? Kommt darauf an: Das Licht der untergehenden Sonne muss durch eine dicke Luftschicht. Je nachdem, was darin enthalten ist, verändert sich seine Streuung und damit auch seine Farbe. Gas-, Ruß- und Staubpartikel beeinflussen das Licht ebenso wie winzige Wassertröpfchen. Langwellige Lichtstrahlen, die wir als rot wahrnehmen, werden dabei weniger gestreut als blaue Lichtstrahlen. Deshalb kann Smog wie ein Filter für den Himmel wirken, der Blau abschwächt und Rot betont. Allerdings kommt es auf die Größe und Art der Teilchen an. Sind sie zu groß, schlucken sie Licht und verdunkeln den Himmel, andere reflektieren es und hellen den Horizont auf. Auch Feuchtigkeit und Wolken spielen eine Rolle. Die intensivsten Sonnenuntergänge gibt es nach Vulkanausbrüchen – das zeigen alte Gemälde. Forschende haben Hunderte davon untersucht und herausgefunden: Die rötesten Himmel wurden stets in den Jahren nach Vulkanausbrüchen gemalt.

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