Basler Läckerli:Süße Souvenirs

Pressebilder für Spezial Basel: Jakob's Basler Leckerly

Sie gehören zum Gesicht der Stadt wie das Münster oder das Spalentor: Die Basler Läckerli.

(Foto: Jakob's Basler Leckerly)

In Basel gibt es die älteste Läckerli-Manufaktur der Schweiz. Was den rechteckigen Lebkuchen so besonders macht.

Von Katharina Wetzel

Ob als Geschenk oder für den eigenen Bedarf - bei einem Besuch in Basel sind die rechteckigen Lebküchlein ein begehrtes Mitbringsel. Die sogenannten "Basler Läckerli" gehören zum Gesicht der Stadt wie das Münster oder das Spalentor. Schon 1844 empfahl der Baedeker im "Handbüchlein für Reisende" die Steiger'schen Basler Leckerly, zusammen mit dem Hotel Les Trois Rois. Beide Adressen dürften auch heute in keinem Reiseführer für die Schweiz fehlen.

Pressebilder für Spezial Basel: Jakob's Basler Leckerly

Charlotte und Andreas Kuster sind die fünfte Besitzerfamilie der Jakobs Basler Läckerli.

(Foto: Florian Bärtschiger/Jakob's Basler Leckerly)

Die älteste Biskuitmanufaktur der Schweiz wurde 1753 gegründet. "Wir zählen zu den 30 ältesten Unternehmen der Schweiz", erzählt Andreas Kuster, Mitinhaber von Jakob's Basler Leckerly, wie die Firma heute heißt. Zusammen mit seiner Frau Charlotte übernahm Andreas Kuster 2017 als fünfte Besitzerfamilie das traditionsreiche Unternehmen. Zuvor hatte der Ökonom zwei Jahre lang nach einem Unternehmen ohne Nachfolger gesucht. Kuster, in Basel aufgewachsen, kommt eigentlich aus der Versicherungsbranche. Mit 45 wagte er den Schritt in die Selbständigkeit. "Das war mein Jugendtraum, ich wollte immer Unternehmer werden", sagt Kuster, der dafür seinen gut dotierten Job bei der Swiss Re aufgab.

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Die Rezeptur der Basler Läckerli hat sich seit 250 Jahren kaum verändert. Die klassischen Zutaten sind Honig, Mandeln, Zucker, Orangeat und Zitronat, Gewürz und Kirsch.

(Foto: Jakob's Basler Leckerly)

Den etwas verstaubten Betrieb hat Kuster modernisiert, die alten Maschinen auf Vordermann gebracht, die Logos und Verpackungen mit neuem Design versehen, die Rezeptur der Basler Läckerli jedoch hat sich seit 250 Jahren kaum verändert. Die klassischen Zutaten sind Honig, Mandeln, Zucker, Orangeat und Zitronat, Gewürz und Kirsch. Im 18. Jahrhundert verzichtete man noch auf Orangeat und Zitronat und verwendete viel weniger Gewürz, da die Rohstoffe teuer und schwer erhältlich waren. Mit der einsetzenden Globalisierung änderte sich dies. Heute gibt es die Süßigkeiten in verschiedenen Varianten: mit Honig- oder Mandelgeschmack, Zucker- oder Schokoladenglasur.

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Wer sehen möchte, wie die ältesten Läckerli hergestellt werden, kann auch eine Führung buchen. Diese wird auf Voranmeldung für je fünf bis 25 Personen angeboten.

(Foto: Jakob's Basler Leckerly)

"Die Basler essen das ganze Jahr über Läckerli. Im November und Dezember verkaufen wir aber deutlich mehr", sagt Kuster. Durch die Corona-Pandemie hat der Betrieb anfänglich stark an Umsatz eingebüßt. Denn es fehlen die Kongresse, Events sowie das Geschäft in den Duty-free-Läden an den Flughäfen. Dennoch expandiert das Unternehmen, im vergangenen Jahr wurde ein zusätzlicher Laden am Spalenberg eröffnet, der Online-Handel hat sich verdreifacht. "In zwei bis vier Jahren müssen wir eine Lösung finden", sagt Kuster. Denn die Räumlichkeiten in der St.-Johanns-Vorstadt, wo die Manufaktur ihren Sitz hat, sind mittlerweile zu klein geworden. Wer dort sehen möchte, wie die ältesten Läckerli hergestellt werden, kann auch eine Führung buchen. Diese wird auf Voranmeldung für je fünf bis 25 Personen angeboten.

Weitere Informationen unter https://baslerleckerly.ch/de/

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