Phototriennale in Hamburg:"Es wäre wunderbar, wenn Bilder Kriege beenden könnten"

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Phototriennale in Hamburg: Sieht inszeniert aus, ist es aber nicht: Polizist in Hongkong. Perspektive, Komposition, Licht - all das hat Paul Yeung perfekt in einer Aufnahme zusammengeführt.

Sieht inszeniert aus, ist es aber nicht: Polizist in Hongkong. Perspektive, Komposition, Licht - all das hat Paul Yeung perfekt in einer Aufnahme zusammengeführt.

(Foto: Paul Yeung/From the series: Yes Madam, Sorry Ah Sir © Paul Yeung 2017)

Bei Fragen zum Kolonialismus, wendet man sich gerne an sie: Koyo Kouoh. Aktuell ist die Kamerunerin eine der Kuratorinnen der Triennale. Ein Gespräch über Macht und die Grenzen der Fotografie.

Interview von Jörg Häntzschel

Koyo Kouoh ist Kulturdiplomatin, zumindest ist das die Rolle, die Europa ihr gerne zuschreibt. Wenn es Fragen gibt zum Kolonialismus, zur Restitutionsdebatte, überhaupt zu Afrika, wendet man sich an sie. Und wer könnte auch besser vermitteln? Sie wurde 1967 in Kamerun geboren, zog mit 13 in die Schweiz und gründete 2008 in Dakar ein bis heute einflussreiches Kunstzentrum, die Raw Material Company. Seitdem hat die Kuratorin an etlichen Ausstellungen und Biennalen auf der ganzen Welt mitgewirkt. Seit 2018 gehört sie der Mitgliederversammlung des Goethe-Instituts an, 2019 wurde sie Direktorin des Zeitz Museum of Contemporary Art Africa in Kapstadt, eine Gründung des früheren deutschen Puma-Chefs Jochen Zeitz. Umso mehr freut sie sich, wenn sie einmal nicht zu Afrika befragt wird. Wir trafen die künstlerische Leiterin der Hamburger Triennale der Photographie in den Deichtorhallen, wo sie, inmitten von Transportkisten und Luftpolsterfolie, Auskunft gab über die von ihr und ihren Mitkuratorinnen organisierte Gruppenausstellung, die in der Halle gerade Form annahm.

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