Weitere BriefeLöcher im Asphalt, Lücken bei der Digitalisierung

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Rege Bautätigkeit auf Münchens Straßen - eigentlich ein Dauerzustand. Hier ein Archivbild von 2020, an der Gabelsbergerstraße in München.
Rege Bautätigkeit auf Münchens Straßen - eigentlich ein Dauerzustand. Hier ein Archivbild von 2020, an der Gabelsbergerstraße in München. (Foto: Robert Haas)

Leserinnen wundern sich über die allzu vielen Baustellen in der Stadt und über ein Problem beim Wechsel vom MVG-Abo aufs 49-Euro-Ticket.

Teure Asphaltkosmetik

"Stadtplan der Baustellen" vom 5. April:

Sehr geehrte München-Redaktion, wie dankbar bin ich für diesen Stadtplan! Endlich erfahre ich, warum die Hohenlohestraße bei mir schon wieder gesperrt ist: Asphaltierungsarbeiten. Na so was. Vor gut einem Jahr wurde diese Fahrradstraße um eine Fahrbahn erweitert und die Fahrbahn mit schönen großen weiß-blauen Fahrradsymbolen bemalt. Seitdem lief wirklich alles paletti. Was natürlich fehlt, sind besondere grüne oder rote Fahrspuren oder entsprechende Richtungspfeile. Könnte ja jemand links und rechts verwechseln. Denkbar wären noch olympische Ringe. Schließlich ist der Olympiapark nicht weit. Denkbar wäre auch das Konterfei von zum Beispiel Lola Montez. Hier geht es ja geradewegs nach Schloss Nymphenburg. Zukunftsweisend wäre vielleicht noch ein Antihaftmittel gegen Klimakleber. Überhaupt würde ich einen Preis vergeben für die teuerste Idee, wie man mit Asphaltarbeiten am meisten Geld verschwenden kann. Die Hohenlohestraße wird sicherlich sehr schön.

Helga Schweigert, München

Digitalisierungslücke

"90 Minuten Schlange stehen fürs Deutschlandticket" vom 21. April:

Der Münchner Verkehrsverbund hatte unter anderem auch in persönlich adressierten Briefen kommuniziert, dass eine Umstellung bestehender MVV-Abos auf das Deutschland-Ticket online möglich sei. Das gilt leider nicht für Leute wie mich, die ihr Abo mit Kreditkarte bezahlt haben. Denn bei der Verknüpfung des Abos mit einem Login beim MVV muss man die IBAN angeben. Bei einer Kreditkartenzahlung ist diese der MVG aber überhaupt nicht bekannt. Auf meine telefonische Rückfrage hin wurde ich aufgefordert, meine IBAN nun per E-Mail gesondert an die MVG zu schicken. Das habe ich getan, auch wenn ich das einen sehr unsicheren Weg finde. Die IBAN solle dann von der MVG händisch "eingepflegt" werden. Bisher ist das aber offenbar noch nicht passiert.

Ich weiß nicht, wie viele Kunden ihr Abo mit Kreditkarte bezahlt haben, aber das sind doch sicher Zigtausende? Hat man die alle vergessen? Kann man das nicht anders programmieren? Oder ist das wieder einmal ein Beweis, wie "fortschrittlich" Deutschland bei der Digitalisierung ist?

Dr. Brigitte Röthlein, München

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