„Der Frust der Psychotherapeuten“ vom 17. März:
Zunächst freute ich mich, selbst seit vielen Jahren niedergelassene Psychotherapeutin in der kassen- und privatärztlichen Versorgung, sehr, dass Sie das Thema der Herunterstufung des Honorars von Psychotherapeuten aufgriffen. Mit großem Befremden und Erschütterung musste ich leider feststellen, dass Ihre Redaktion in einem wesentlichen Bereich einfach unrichtige Tatsachen behauptete: Sie argumentieren, Privatkassen würden psychotherapeutische Leistungen wesentlich besser honorieren als gesetzliche Kassen. Eine eklatante Fehlinformation: Das Gegenteil ist der Fall, das Stundenhonorar der Privatkassen für 50 Minuten Psychotherapie liegt seit vielen Jahren weit unter den Leistungen der gesetzlichen Kassen und ist in etwa vergleichbar mit Stundenhonoraren, welche Handwerker üblicherweise in Rechnung stellen. Aus diesem Grund ist auch der Zugang von Privatversicherten zu einer genehmigten Psychotherapie erheblich erschwert. Wie können Sie mit einer derartigen Fehlinformation argumentieren? Ich bitte Sie, diese Sachlage richtigzustellen.
Rita Hasan, Würzburg
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