VerkehrswendeDa ist viel selbst verschuldet

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Wohl dem, der auf dem Land gute Busverbindungen hat.
Wohl dem, der auf dem Land gute Busverbindungen hat. (Foto: Jan Woitas/dpa)

Ein Leser hält nicht jeden Ruf nach besseren öffentlichen Verkehrsverbindungen auf dem Land für gerechtfertigt.

Essay „Die Verkehrswende entscheidet sich auf dem Land“ vom 25./26. Oktober:

„Die Verkehrswende entscheidet sich auf dem Land“ vom 25./26. Oktober: Meine mit dem Auto pendelnden Kolleginnen und Kollegen sind bewusst ins vom öffentlichen Verkehr (ÖV) unerschlossene Umland gezogen, weil sie dort billige Grundstücke bekommen haben. Und um ins Büro, Kino oder Theater zu kommen, haben sie sich nicht etwa für Busverbindungen eingesetzt oder wenigstens Umsteigemöglichkeiten auf öffentliche Verkehrsmittel am Stadtrand genutzt, sondern breitere Straßen zum und kostenlose Firmenparkplätze am Arbeitsplatz in der Stadt gefordert – und leider auch erhalten. Sie haben sich im Laufe der Zeit wie eine Ladung Schrot weit um die Stadt herum verteilen können, weil auch die Baugrundstücke ohne Rücksicht auf die Möglichkeit einer ÖV-Erschließung – etwa entlang einer Trasse – angeboten wurden. Jetzt zu beklagen, dass es keinen attraktiven öffentlichen Verkehr für sie gibt, ist einfach nur dämlich. Nein, wer aus freien Stücken in die Pampa gezogen ist, muss auch mit den – schon vorher bekannten – vorhandenen Möglichkeiten klarkommen, ohne die Lasten des Verkehrs anderen, besonders den Menschen in den Städten, aufzubürden: Wo es jetzt schon ein ÖV-Angebot gibt, ist es zu nutzen, ansonsten mit dem Pkw bis zur nächsten Haltestelle fahren und dort umsteigen.

Klaus Werner, Erlangen

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