Interview „Alice Schwarzer über Kritik“ vom 7. Februar:
Fast wie ein Verhör
Ich war neugierig auf das Interview – mit Alice Schwarzer bin ich „groß“ geworden, sie hat meine feministische Haltung stark geprägt – und ich bin ihr sehr dankbar für ihre unverrückbare, klare Haltung zu Emanzipation und Frauenrechten. Dass sie sich auch zu anderen Themen äußert, ist ihr gutes Recht.
Was mich massiv an dem Interview gestört hat, waren die Fragen, die sich wie ein Verhör gelesen haben, und teilweise derart platt und arrogant waren. Wie kann man diese Frau fragen, ob sie schon mal darüber nachgedacht hat, dass Trans-Sein keine Frage des Willens ist? Hat sie aber gut darauf reagiert: „Wahrscheinlich mehr als Sie.“
Was war das Ziel der Interviewerinnen – sie zu diskreditieren, zu provozieren, zu verletzen? Sie hat darauf hochprofessionell reagiert –ein wunderbares Beispiel für Souveränität durch Kompetenz und jahrzehntelange Erfahrung. Da können sich die Kolleginnen tatsächlich etwas abschauen.
Herta Schoof-Simon, München
Auf Krawall gebürstet
Seltener Fall eines kritisch angelegten, auf Widerspruch und Krawall gebürsteten Interviews von hohem Unterhaltungswert – bitte mehr davon. Das kann man natürlich auch nur mit einer so souveränen, in lebenslangen Debatten gestählten Persönlichkeit wie Alice Schwarzer machen. Selten so gelacht, lauter Treffer, wie sie die beiden Interviewerinnen auflaufen lässt – Chapeau!
Fridemann Leipold, München
Stereotypisch
Mein Gott! Müssen immer die gleichen, stereotypen 08/15-Fragen gestellt werden? Ich habe mich diebisch über die klugen Antworten von Frau Schwarzer gefreut. Sie sollten ein Denkanstoß für zukünftige Interviews sein.
Karin Böhm, Waldkraiburg
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