Lokführer-Gewerkschaft GDL:Ärgernis Bahnstreik

Lokführer-Gewerkschaft GDL: Wo bleibt der Zug? Fahrgäste in Hamburg warten nach Ende des Warnstreiks Mitte November am Gleis.

Wo bleibt der Zug? Fahrgäste in Hamburg warten nach Ende des Warnstreiks Mitte November am Gleis.

(Foto: Bodo Marks/dpa)

Die Deutsche Bahn und die Lokführer-Gewerkschaft GDL können sich nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen. Unter SZ-Lesern überwiegt Unverständnis.

Kommentar "Die Lokführer übertreiben" vom 21. November:

Gesetzgeber gefordert

Wer durch seinen Beruf Verantwortung für Menschenleben übernimmt, sei es im Krankenhaus, in der Luft, auf der Straße oder Schiene, sollte natürlich entsprechenden Lohn erhalten.

Überzogene Forderungen aber muss die Bahn in diesen schwierigen Zeiten zurückweisen, zumal die Lokführer-Gewerkschaft GDL kaum Verhandlungsbereitschaft zeigt. Mit dem Streik Millionen Reisenden zu schaden, die nicht nur geschäftliche Termine haben, sondern auch Hotels und Züge lange vor Fahrtantritt gebucht haben, sollte mit einer rechtlichen Handhabe zu verhindern sein. Der Gesetzgeber ist gefordert, ohne das generelle Streikrecht anzugreifen.

Brigitte Broßmann, Neubiberg

Wo war Weselsky all die Jahre?

Herr Weselsky ist seit 2008 der Vorsitzende der Gewerkschaft GDL und vertritt die Interessen von mehr als 40 000 Mitarbeitern der Deutschen Bahn und anderer Unternehmen. Die Deutsche Bahn hat zuletzt eine Tariferhöhung in Höhe von elf Prozent angeboten. Diese wurde von der GDL als unzureichend und nicht verhandlungsfähig zurückgewiesen.

Somit reicht auch diese angebotene Erhöhung offensichtlich nicht aus, um die Löhne und Gehälter auf ein angemessenes Niveau zu heben? Da frage ich mich doch wirklich, was haben Sie, Herr Weselsky und Ihre GDL in den letzten vielen Jahren eigentlich versäumt und verpennt, dass es überhaupt zu einer dermaßen großen Lücke kommen konnte? Offensichtlich haben Sie in den letzten Jahren eine so schlechte Arbeit geleistet, was Sie jetzt mit aller Gewalt und zulasten aller Fahrgäste korrigieren wollen. Zurückbleiben, die Türen schließen sich für Sie, Herr Weselsky!

Harald Simon, Dorsten

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