Widersprüchliche ZahlenRichtig zählen bei der Demo

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Wie zählt man so eine Menschenmenge? Es wird geschätzt. Und das sehr unterschiedlich.
Wie zählt man so eine Menschenmenge? Es wird geschätzt. Und das sehr unterschiedlich. Florian Peljak

Ein Leser urteilt nach dem subjektiven Gedränge-Faktor, einer rechnet Handydaten hoch - und wieder widersprechen sich die Zahlen.

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"220.000 Menschen Unterschied" vom 25. Januar:

"Umschmusendes" Stehen

Aus meiner teilnehmenden Erfahrung kann ich die Betrachtungen ergänzen. Ich bin um 13 Uhr am Odeonsplatz, an der Feldherrnhalle angekommen. Da ich einen Termin am Nachmittag vereinbart hatte, wollte ich an der Theresienstraße, Ecke Ludwigstraße wieder die U-Bahn nehmen. Natürlich war mein Plan unerfüllbar. Für diese 500 Meter habe ich bei der Münchner Großdemo über zwei Stunden gebraucht. Es war kein Gehen, es war eher wie ein gemeinsames umschmusendes Stehen und mit kaum bemerkbarer Bewegung. Wie ein dicker Teig.

Eine junge Dame bekam eine leichte Panik, so eingeschlossen. Ich konnte sie etwas beruhigen, indem ich ihr sagte, es seien alles solidarische Mitbürger, die sie halten. Wir sprachen darüber, dass es zwischen fünf bis sechs Personen auf einem Quadratmeter waren. Eng aneinander stehend.

Ich denke daher doch, es waren vermutlich schon 300.000 Menschen bei der Demo. Ein KI-Programm sollte mit einer entsprechenden Schulung und den entsprechenden Aufnahmen schon so eine Teilnehmerzahl berechnen können.

Toni Lüdi, München

120 000 Handys bei der Demo

Mit großem Interesse habe ich diesen Artikel gelesen. Da ich bei der Deutschen Telekom im Bereich Mobilfunk arbeite und seit vielen Jahren Kapazitätsanalysen bei großen Events auswerte (Stadien, Hallen, Konzerte, Volksfeste, und so weiter), ist es auch für mich möglich, die Anzahl an Menschen relativ genau zu bestimmen. In diesem Fall kann man die Anzahl der an der Demo beteiligten Handys mit dem Sonntag der Vorwoche vergleichen und bekommt somit ebenso glaubhafte Zahlen. Dabei betrachte ich alle in dem skizzierten Bereich versorgenden Mobilfunkstandorte.

Nach meinen Kalkulationen ist der von Ihnen beziehungsweise von der Polizei ermittelte Wert korrekt. Ich komme auf etwa 120.000 Menschen (die Polizei hatte 100.000 genannt, die Veranstalter bis zu 320.000; d. Red.). Die Zahlen des Veranstalters sind völlig aus der Luft gegriffen.

Christian Drum, München

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