Streckenprobleme der BahnGleismängel und Führungsmängel

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Nach dem tödlichen Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen im Jahr 2022 wird im Prozess nun nach Schuldigen gesucht.
Nach dem tödlichen Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen im Jahr 2022 wird im Prozess nun nach Schuldigen gesucht. (Foto: Angelika Warmuth/dpa)

SZ-Leser kritisieren die Bahn-Hierarchie und erinnern an die Verantwortung von Verkehrsministern, wenn es um die Infrastrukturmängel geht.

„Wissentlich ins Chaos“ vom 9. Oktober und „Eisenbahn-Bundesamt in Bedrängnis“ vom 10. Oktober:

Was wusste der Bahn-Vorstand?

Haben Sie Dank für Ihren Bericht über gravierende Sicherheitsmängel im Gleisnetz der Bahn. Bis zu welcher Stufe der aufsteigenden Bahn-Hierarchie waren die von Gleiss Lutz aufgedeckten Missstände bekannt? Was wusste der Bahn-Vorstand, was wusste der Verkehrsminister, was wusste die Bundesregierung? Es wäre fahrlässig, wenn die Kenntnis der Missstände auf dem Weg nach „oben“ einfach ausgefiltert worden wären. Dank der SZ weiß nun auch die neue Chefin der Bahn davon. Und der Bundesverkehrsminister! Und die Bundesregierung! Was werden sie tun?

Hans Lafrenz, Hamburg

Ein wenig zupackendes Amt

Erst kürzlich habe ich versucht, die DB zu erreichen mit der Nachricht, dass im Streckenverlauf zwischen Wuppertal und Hagen in Höhe der Ambrosius-Brand-Straße in 58256 Ennepetal seit mehreren Monaten die Züge über eine oder mehrere Schwellen lautstark „holpern“. Der Lärm scheint auch lauter zu werden. Ich habe ein Kontaktformular benutzt, das „poststelle@eba.bund.de“ lautet. Leider habe ich bisher noch nicht einmal eine Bestätigung über den Eingang meiner Nachricht erhalten. Abgesehen von dem Lärm am Tag und in der Nacht, ist es auch wahrscheinlich, dass dieser Lärm ein Hinweis auf eine Gefahrenstelle für die Züge ist. Außerdem steht nahe den Gleisen am Fuße des Bahndamms eine Reihe von Häusern. Es wäre wichtig, dass sich ein Unfall wie der vom 3. Juni 2022 in Garmisch-Partenkirchen, auf den Sie in Ihrem Artikel Bezug nehmen, nicht wiederholt. Es bleibt nur zu hoffen, dass das Eisenbahn-Bundesamt die Fragen der SZ zügig beantwortet.

Karl-Wilhelm Quabeck, Ennepetal

Schöngerede und Ignoranz

Realsozialistische Verhältnisse bei der Deutschen Bahn: Schöngerede auf der einen Seite, erzwungene Faktenleugnung auf der anderen Seite. Der wild gewordene Turbokapitalismus funktioniert wie die DDR, orchestriert von Verkehrsministern der CSU. Man müsste lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Unbedingt aufklären. Anfangsverdacht: Bildung einer fragwürdigen Vereinigung, mit Risiken für Fahrgäste? Einleitung von staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen? Bildung eines Untersuchungsausschusses? Ach so, wird es alles nicht geben? Na, dann gute Nacht, liebe Fahrgäste.

Jan Bleckwedel, Bremen

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