Amnesty InternationalFalscher Fokus

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Julia Duchrow, Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International, stellt den Jahresbericht von Amnesty International zur Lage der Menschenrechte weltweit vor.
Julia Duchrow, Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International, stellt den Jahresbericht von Amnesty International zur Lage der Menschenrechte weltweit vor. Kay Nietfeld/dpa

In ihrem Jahresbericht kritisiert die Menschenrechtsorganisation Amnesty International Deutschland und die USA. SZ-Leser sehen den Fokus anderswo.

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Kommentar „Schräge Vorwürfe“ vom 22. April:

„Fern jeder Realität“

Amnesty kümmert sich seit Jahren um Menschenrechte – gut so. Seit einigen Jahren muss man eine inakzeptable Entwicklung beobachten vor allem bei der „Vergabe“ von Urteilen über die Lage der Menschenrechte in einigen Ländern. Jüngstes Beispiel: die absurden Vorwürfe der deutschen Generalsekretärin in ihrem Bericht zur Lage der Menschenrechte.

Da werden doch tatsächlich Deutschland und natürlich die USA und Israel an den Pranger gestellt. Horte der Menschenrechte wie Iran, Sudan, China, Russland, Indien, Syrien, Saudi-Arabien und so weiter werden, wenn überhaupt, nur am Rande gerügt. Die Funktionäre von Amnesty müssen in einer anderen Welt leben und verlieren in ihrer teilweisen blinden Einseitigkeit fern jeder Realität immer mehr an Glaubwürdigkeit.

Solche Einschätzungen kann man im Grunde nicht mehr ernst nehmen. Vorzugsweise westliche Länder (vermutlich auch die größten Geldgeber der Organisation), in denen Amnesty-Vertretungen offensichtlich hervorragend ihrer Arbeit nachgehen können, werden im Gegenzug harsch kritisiert. Ob die Arbeits- und Lebensbedingungen in den oben genannten „anderen“ Ländern so viel besser sind? Amnesty wird es wohl wissen …

Norbert Gehrke, Ennigerloh

„Heiße Luft“

Ich erwarte von einer Organisation wie Amnesty International, dass sie mit klaren Worten die Situation beschreibt und nicht wie ein Politiker sich nach allen Seiten absichernd und auf Meinungsumfragen schielend Unverbindliches von sich gibt. Personen, die nur „heiße Luft“ von sich geben, haben wir genügend; klare Worte sind wichtig.

Erich Würth, München

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