Noch bevor Franziska Eckert ihr Referendariat an einem Gymnasium in Berlin begann, wusste sie: "Ich muss mich auf das Schlimmste einstellen." Dass sie während dieser Zeit mindestens einmal so verzweifelt sein werde, dass sie weinen muss, davor hatte sie eine Freundin gewarnt, die die zweite Phase der Lehrerausbildung gerade hinter sich gebracht hatte. Derzeit ist Eckert in den letzten Zügen ihres Vorbereitungsdienstes und kann sagen: "Eine Übertreibung ist das nicht gewesen." Vor allem zu Beginn sei sie regelmäßig an ihre Grenzen gestoßen, oft gestresst gewesen. Vom ersten Tag an stand Eckert allein vor einer Klasse, die sie ab sofort unterrichten sollte - ohne vorher angeleitet worden zu sein. Geweint habe sie, wie prophezeit, schließlich wirklich im Referendariat.
Vorbereitungsdienst für LehrerAuch ich darf Fehler machen!
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Das Referendariat treibt viele junge Lehrkräfte an den Rand der Verzweiflung. Woran das liegt und was man tun kann, um Frust zu vermeiden.
Von Martina Kind
